Betrug durch Fake-Kanzleien
Betrug durch Fake-Kanzleien
Der RAK Koblenz sind im Bezirk leider mehrere Fälle gemeldet worden, bei denen sich Betrüger als Anwälte ausgeben. Die Täter nutzen dabei ganze Webseiten, die täuschend echt den Anschein einer existierenden Kanzlei erwecken, obgleich keiner der Betroffenen bzw. dargestellten Rechtsanwälte wirklich über eine Zulassung verfügt. Ziel der Betrüger ist es, Betroffene zu Zahlungen zu bewegen oder persönliche Daten zu erlangen.
Die derzeit häufigste Betrugsmasche scheinen Angebote – häufig per E-Mail versendet – von stark vergünstigten Waren zu sein, die aus einer angeblichen Insolvenzauflösung stammen würden. Dabei geben sich die Kanzleien als Insolvenzverwalter aus. Nach unseren Informationen werden diese Waren nach Rechnungstellung und Zahlung aber nie geliefert.
Zur Überprüfung solcher Fake-Kanzleien sollte man im tagesaktuell geführten Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis nachsehen, ob der Rechtsanwalt oder die Rechtsanwältin tatsächlich als solche zugelassen ist. Bitte überprüfen Sie auch die im Anwaltsverzeichnis angegebenen Kontaktdaten, denn häufig erkennt man erst an der abweichenden Telefonnummer, dass es möglicherweise ein Betrugsversuch ist. Etwaige Kontaktaufnahmen sollten nur über die im Anwaltsverzeichnis stehenden Kontaktdaten erfolgen oder über das beA.
Zudem lässt sich über die Insolvenzbekanntmachungen herausfinden, ob tatsächlich ein entsprechendes Insolvenzverfahren eröffnet und die angegebene Person zum/zur Insolvenzverwalter/in bestellt wurde.
Sollte sich danach das Angebot als ein Betrugsversuch herausstellen, informieren Sie bitte umgehend die Polizei.
Wenn Ihre Daten oder Ihre Identität von solchen Fake-Kanzleien übernommen wurden, sollten Sie ebenfalls umgehen die Polizei verständigen. Zudem sollten Sie prüfen, ob die Webseite durch einen Löschantrag bei der DENIC oder bei den entsprechenden ausländischen Domain-Verwaltungsstellen abgeschaltet werden kann.